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Daniel Ehrmann, Betrachtungen über Jüdische Verhältnisse
Daniel Ehrmann, Betrachtungen über Jüdische Verhältnisse
Daniel Ehrmann, Betrachtungen über Jüdische Verhältnisse,
Pest 1841 
 
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Daniel Ehrmann: Beiträge zu einer Geschichte der Cultur und der Schulen unter den Juden. Von der Rückkehr aus dem babylonischen Exil bis zum Schlusse des Talmuds, Prag 1846
Daniel Ehrmann: Beiträge zu einer Geschichte der Cultur und der Schulen unter den Juden. Von der Rückkehr aus dem babylonischen Exil bis zum Schlusse des Talmuds, Prag 1846
Daniel Ehrmann: Beiträge zu einer Geschichte der Cultur und der Schulen unter den Juden. Von der Rückkehr aus dem babylonischen Exil bis zum Schlusse des Talmuds, Prag 1846 
 
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Darstellung der 'Afrikanischen Thier-Expedition', 
in: Die Gartenlaube, 1876, 844
Darstellung der "Afrikanischen Thier-Expedition", in: Die Gartenlaube, 1876, 844
Darstellung der "Afrikanischen Thier-Expedition",
in: Die Gartenlaube, 1876, 844.
Sie stellt vermutlich den Beginn von Hagenbecks "Nubischer Thier-Karawane" dar, für die Bernhard Kohn als Einkäufer und Organisator fungierte. Ob Bernhard Kohn in diesem Bild selbst dargestellt sein soll, ist nicht bekannt. 
 
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Demande d'Assistance Commission Préparatoire de l'O.I.R. / Arolsen Archives
Demande d'Assistance Commission Préparatoire de l'O.I.R. / Arolsen Archives
Demande d'Assistance Commission Préparatoire de l'O.I.R. / Arolsen Archives 
 
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Demande d'Assistance Taube Brückel, 1949
Demande d'Assistance Taube Brückel, 1949
Demande d'Assistance Taube Brückel, 1949 
 
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Denkschrift, 14.8.1918
Denkschrift, 14.8.1918
Denkschrift, der Turmurkunde der Synagoge beigegeben,
14. März 1918
"Denkschrift
Der grausame Krieg, der seit dem Jahre 1914 in Europa wütet, veranlasst uns, das Kupfer auf dem Synagogenturm dem Vaterland zur Verfügung zu stellen und den Turm mit Blech decken zu lassen.
Bei dieser Gelegenheit entrollen wir die Urkunden der historischen Blechbüchse und blicken mit Wehmut auf unsere zusammengeschmolzene Gemeinde, die früher so zahlreich und großartig dastand.
Seit dem Jahre 1886 sind die Kultusvorsteher Hermann Hirsch, Michael Menz und Anton Rosenthal gestorben. Momentan stehen wir ohne Rabbiner und machen im Namen Gottes weiter, bis der ersehnte Friede einkehrt. Der Bestand unserer Kultusgemeinde hängt davon ab, ob einige jüdische Familien in Hohenems sich ansiedeln und im jüdischen Geiste leben wollen. Ist dies nicht der Fall, dann steht uns die Verschmelzung mit einer anderen Gemeinde oder die Auflösung bevor.
Hohenems, 14. März 1918
Theodor Elkan, Ivan Rosenthal" 
 
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Dépeches, Circulaires, Décrets, Proclamations et Discours de Léon Gambetta. Hg. von Joseph Reinach, Paris 1886
Dépeches, Circulaires, Décrets, Proclamations et Discours de Léon Gambetta. Hg. von Joseph Reinach, Paris 1886
Dépeches, Circulaires, Décrets, Proclamations et Discours de Léon Gambetta. Hg. von Joseph Reinach, Paris 1886 
 
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Deportationszettel Rosalie Rehberger
Deportationszettel Rosalie Rehberger
Deportationszettel Rosalie Rehberger
von Theresienstadt nach Auschwitz, 15.5.1944 
 
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Desert Song
Desert Song
Desert Song
Musical von Sigmund Romberg 
 
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Die Fabriken der Fa. Rosenthal
Die Fabriken der Fa. Rosenthal
Die Fabriken der Fa. Rosenthal
um 1900 
 
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Die Likörfabrik Alois Hermann
Die Likörfabrik Alois Hermann
Die Likörfabrik von Alois Hermann
Leopoldstraße 28, Innsbruck
Nach den Ausschreitungen gegen Jüdische Geschäfte, Ostern 1938
Rechte: Stadtarchiv Innsbruck Ph-1264. 
 
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Dienstbüchlein von Adolf Burgauer
Dienstbüchlein von Adolf Burgauer
Dienstbüchlein von Adolf Burgauer 
 
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Dissertation von Lippa Goldstern
Dissertation von Lippa Goldstern
Dissertation von Lippa Goldstern:
Über einige neue rein aromatische Aether und substituirte Phenole, welche bei der Einwirkung von Phenol auf die entsprechenden Diazoverbindungen erhalten wurden.
Karlsruhe 1892 
 
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Draft Card 1.WW. Erwin Kahn 1918.
Draft Card 1.WW. Erwin Kahn 1918.
 
 
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Draft paper Siegumd Mendelsohn
Draft paper Siegumd Mendelsohn
 
 
116
Druck: 'At Achors', nach 1945
Druck: "At Achors", nach 1945
Iles Bernheimer
"At Achors", Print, nach 1945
Sammlung des Ghetto Fighter's House, Israel 
 
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Education of an American Liberal
Education of an American Liberal
Education of an American Liberal 
 
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Einbürgerung Leonard Landauer
Einbürgerung Leonard Landauer
 
 
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Einbürgerungsurkunde von Ernst Leopold Lowengard
Einbürgerungsurkunde von Ernst Leopold Lowengard
 
 
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Einladung zum Vortrag von Aron Tänzer, 22. August 1903
Einladung zum Vortrag von Aron Tänzer, 22. August 1903
Einladung des Werkmeister und Industriebeamten-Vereins Hohenems zum Vortrag von Aron Tänzer: "Leben und Wissenschaft" am 22. August 1903 
 
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Eintrag für Arnold Brunner
Eintrag für Arnold Brunner
Eintrag für Arnold Brunner, in:
Otto Spengler: Das deutsche Element der Stadt New York; biographisches Jahrbuch der Deutsch-Amerikaner New Yorks und Umgebung, New York 1913 
 
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Eintrag ins Geburtsregister (Civil Registration) für Alice Clermont, 16.8.1894
Eintrag ins Geburtsregister (Civil Registration) für Alice Clermont, 16.8.1894
Eintrag ins Geburtsregister (Civil Registration) für Alice Clermont, 16.8.1894 
 
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Eintrag von Sigmund Hohenemser in ein Poesiealbum in Oberdorf im Ries, 1888
Eintrag von Sigmund Hohenemser in ein Poesiealbum in Oberdorf im Ries, 1888
Eintrag von Sigmund Hohenemser in ein Poesiealbum in Oberdorf im Ries
"Jedem Blättchen..., jedem Vöglein..., jeder Welle.... sag ich's, dass mein Herz Dir ewig lebt.
Dies zur freundlichen Erinnerung von Ihren Freund S. Hohenemser
aus Haigerloch Hohenzollern. Oberdorf 1. Nov. 1888" 
 
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Eintrag zu Gabriel Uffenheimer im Beerdigungsregister der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.
Eintrag zu Gabriel Uffenheimer im Beerdigungsregister der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main.
 
 
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Eintrag zur Nachlassmasse des Samuel Joseph
Eintrag zur Nachlassmasse des Samuel Joseph
Eintrag zur Nachlassmasse des Samuel Joseph, 1857,
Geschäftsbuch Albert Hirschfeld (1819-1859) 
 
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Einweihung der Synagoge St. Gallen,
Bericht in der Zeitschrift 'Der Israelit', 5. Oktober 1881)
Einweihung der Synagoge St. Gallen, Bericht in der Zeitschrift "Der Israelit", 5. Oktober 1881)
"St. Gallen, 23. September (1881). Verflossenen Mittwoch fand die Einweihung der hiesigen, neuerbauten Synagoge statt. Herr Rabbiner Dr. Engelbert hielt die Festrede und fand nicht nur bei den jüdischen, sondern auch bei den zahlreich erschienenen nicht-israelitischen Zuhörern, großen Beifall. Am Schlusse der Feier fand eine Kollekte zum Besten der Unglücklichen von Elm statt, welche die erkleckliche Summe von 1.265 Franken ergab.
’Die hiesige israelitische Gemeinde,’ schreibt das Tagblatt von St. Gallen, ‚hat hierdurch ein Zeugnis davon abgelegt, dass sie weitherzig und opferfreudig ihrer christlichen Brüder gedenkt und die Lehren ihrer Religion in einer Weise ins praktische Leben überträgt, die auch den Bekennern des christlichen Glaubens ungeteilte Sympathie abringen muss.
Am Abend desselben Tages wurden bei einem Bankette gar sonderbare Toaste ausgebracht. Herr Rabbiner Dr. Kisch aus Zürich erwarb sich die Sympathien seiner nichtjüdischen Hörer durch begeistert Worte über den Stifter der christlichen Religion. Wir wollen hier nicht wiederholen, was Herr Kisch nach dem Berichte des Tagblatts von St. Gallen alles gesagt haben soll; nur das wollen wir hervorheben, dass der Berichterstatter des genannten Blattes sich unwillkürlich oft fragen musste: ‚Sind das Juden oder Christen?’ -
Noch schlimmer trieb es Herr Dr. Gutmann, Rabbiner zu Hohenems. Er sprach gegen die alten Formen und Satzungen des Judentums und forderte dazu auf, die talmudische Auslegung zu verwerfen, von der die mosaischen Gesetzgebung nur die ewigen Wahrheiten festzuhalten, die Formen zu zerbrechen und die Schalen wegzuwerfen etc. etc. Schöne Rabbinen!"  
 
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Ele Toldot: Juda Joseph Schuster
Ele Toldot: Juda Joseph Schuster
Ele Toldot: Juda Joseph Schuster 
 
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Elise Lewinger (Lieben)
Elise Lewinger (Lieben)
Elise Lewinger (Lieben), Porträt 
 
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Ely Jacques Kahn Jr.: The New Yorker & Me
Ely Jacques Kahn Jr.: The New Yorker & Me
Ely Jacques Kahn Jr.: The New Yorker & Me 
 
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Ely Jacques Kahn, um 1945
Ely Jacques Kahn, um 1945
Ely Jacques Kahn, um 1945
Das Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt. 
 
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Entry Harriet E. Rosenthal, School Yearbook
Entry Harriet E. Rosenthal, School Yearbook
Entry Harriet E. Rosenthal
School Yearbook, William Penn High School, 1927 
 
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Erinnerungen an Salomon Sulzer
Von Ludwig August Frankl
Artikel in der 'Allgemeinen Zeitung des Judentums', 15. Januar 1891
Erinnerungen an Salomon Sulzer Von Ludwig August Frankl Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums", 15. Januar 1891
"Erinnerungen an Salomon Sulzer
Von Ludwig August Frankl
Am 17. d. Mts. ist es ein Jahr, daß Salomon Sulzer zur Erde bestattet wurde.
Er war eine Stimme seines Volkes, denn nicht in dem Tempel in Wien allein wurde sie über ein halbes Jahrhundert vernommen, seine 'Zionsgesänge' ertönten in allen jüdischen Gotteshäusern der Erde, in denen sie nicht verhallen werden.
Seine mächtige, durch Kunst vollendete Stimme erschütterte, erhob und entzückte aber auch nicht allein seine Glaubensgenossen. Der Erzbischof und Patriarch von Venedig, der auch als Dichter berühmte Ladislaus Pyrker, unterließ es nicht, wenn er nach Wien kam, Sulzer zu besuchen, um ihn Lieder singen zu hören, namentlich aber die Beethoven'sche 'Allmacht', damit er, nach seiner Äußerung 'zu tiefer Andacht gestimmt werde'. Franz Schubert, der unsterbliche Liederkomponist, veranlaßte ihn, unter anderen Liedern auch den von ihm komponirten 'Wanderer' vorzutragen, was Sulzer auf die Bitte Schubert's dreimal hintereinander wiederholen mußte. 'Jetzt erst', sagte Schubert, 'verstehe ich meine eigene Musik und was ich gefühlt habe, als ich die Worte:
Ich wandre still, bin wenig froh,
Und immer fragt der Seufzer, wo?
betont habe. Franz Liszt, nachdem er an einem Freitag Abend Sulzer im Tempel gehört hatte, kam in seine Wohnung, um ihn zu bitten, ihm echt nationale altjüdische Weisen vorzusingen. 'Man versinkt,' äußerte Liszt, 'in einem Abgrund von Melodien, wenn man diesen Sänger hört.' Nikolaus Lenau, der Dichter, geniale Geiger und intensive Musikkenner, schrieb in einem mir vorliegenden, vom 14. März 1836 datirten Briefe wie folgt: 'Mein Leben ist jetzt ganz kunstbewegt. Fast kein Tag vergeht, der mir nicht irgend einen herrlichen Genuß bringt. So hörte ich heute Abends den Vorsänger der hiesigen Synagoge, Sulzer, der sehr wahrscheinlich die schönste Stimme in Deutschland hat. Meine vom Stuttgarter Hofschauspieler Schmidt komponirten 'Schilflieder' waren mir sehr willkommen für diesen herrlichen Sänger.' Auch die berühmten Sänger der italienischen Hofoper kamen um Sulzer zu hören. Sie suchten ihn in ihrer Bewunderung zu verlocken, sich der Bühne zu widmen. In der ihm eigenen schalkhaft humoristischen Weise erwiderte Sulzer: 'Was möchte Gott dazu sagen?' Aber seine unvergleichlich schöne Stimme war es wohl nicht allein, was die italienischen Sänger bestimmte, ihn für die Bühne zu gewinnen. Sein Vortrag war ein eminent dramatischer. Man verstand ihn, wenn ihn auch ein der Sprache Unkundiger hörte. Seine Phantasie war nicht ohne schauspielerische Begabung. Zorn und Demuth, Andacht und Zerknirschung hallten nicht allein in seinem Gesange wieder, sie spiegelten sich in seinen Gesichtszügen und gaben sich in seiner ganzen Bewegung kund. Man glaubte ihm, daß er selbst immer wieder, wenn er oft Gesungenes wiederholte, in der innersten Seele erschüttert sei. Seine Brust war eine Harfe, durch deren Saiten ein Sturm der Begeisterung brauste. - Auch die regierende Kaiserin Carolina Augusta wünschte ihn zu hören und forderte ihn auf, in einem zum Besten der grauen Spitalsschwestern von ihr patronisirten Konzerte mitzuwirken. Als Sulzer erklärte, es hänge dies von der Erlaubnis seines Synagogen-Vorstandes ab, ließ die Kaiserin an diesen den Wunsch aussprechen. Der unvergessene Erfinder des ersten Tempel-Gottesdienstes in Österreich, der kaiserliche Hofjuwelier M.L. Biedermann, hatte den Muth, den Wunsch der Kaiserin mit der in tiefster Ehrfurcht ausgesprochenen Motivierung abzulehnen, daß es einem im Dienste Gottes stehenden Sänger nicht zieme, auf dem Theater zu erscheinen, doch lege er, um den möglich sich ergebenden Verlust einigermaßen zu ersetzen, 100 Dukaten in Gold für das katholisch geleitete Spital bei. Das war ein Präsident der Gemeinde in Wien vor 80 Jahren, als die Juden in Österreich noch unter mittelalterlichem Drucke lebten.
Die Wirkung der prächtigen volltönenden Bariton-Stimme Salamon Sulzer's war aber nicht allein eine phonetische, sie wurde durch seine persönliche Erscheinung sympathisch unterstützt. Mittelgroßer und schlanker Gestalt, war sein ausdrucksvoller Kopf von schwarzen Haaren, die auf die Schultern fielen, umwallt, und seine unruhigen dunklen Augen leuchteten. Wenn er am Versöhnungstage mit weißem Gewande angethan , sang, mahnte er an den Hohenpriester im Tempel zu Jerusalem, und wieder, wenn er am Erinnerungstage des Falles der heiligen Stadt Jehovas auf den Stufen der Bundeslade sitzend die Trauerlieder gesenkten Hauptes klagend vortrug, schien er selbst der Prophet zu sein, der auf den Ruinen trauerte. Am mächtigsten aber war sein Gesang, wenn er an offenen Gräbern sang. Er zerschmetterte die Seelen der Trauernden; dabei erhob er bebend die Hände und blickte, wie den Himmel anklagend, empor. Sein Beten war ein Weinen, ein herzzerreißender Jammer, der künstlerisch mächtig, aber nicht Trost und Versöhnung bringend war. Es kam vor, daß anwesende um den Todten Trauernde ohnmächtig zusammenstürzten.
Es lebte etwas vom Schauspieler in ihm. Im gesellschaftlichen Leben war er stets zu heiterem Gespräch aufgelegt, selbst voll Humor, seine Witze wurden fliegende Worte. Er liebte im außerdienstlichen Leben keine ceremonialen Gebräuche. Der Kaiser von Österreich und der Sultan von Konstantinopel schmückten ihn mit ihren Orden. Seine noch im Greisenalter lebhafte Erwartung, zum Ritter geschlagen zu werden, ging nicht in Erfüllung. Vielleicht war die zu lebhafte Betheiligung Sulzers an der Revolution des Jahres 1848 schuld daran.

Von meiner behufs der Gründnung einer Schule unternommenen Reise nach Jerusalem im Jahre 1856 zurückgekehrt, brachte ich dem von mir stets bewunderten, verehrten Freunde und langjährigen Hausgenossen, weil der den Wunsch darnach geäußert hatte, Erde aus dem Thale Josafat mit. 'Sie wird mir,' sagte er lächlend, 'unter meinen Kopf gelegt, das Auferstehen leichter machen.' Zugleich mit der Erde brachte ich ihm einen Kranz von getrockneten Blumen mit, die auf den Gräbern der Könige und Dichter geblüht haben, und begleitete sich mit folgenden Distichen:
Aus den Land, wo Zions heilige Sänger gesungen,
Von meiner Pilgerfahrt bring' ich die Blumen ins Haus;
Eingerahmt vom Aste des Ölbaums sind sie verwelkt schon,
Trauernd, weil dem Kranz fehlte das würdige Haupt.
Dir dem modernen Zionssänger, sei er gewidmet,
Und es blühet vielleicht wieder der welkende auf.
Noch einmal, an seinem 82. Geburtstage, richtete ich eine Verse an ihn, welche, wie die voranstehenden, bisher ungedruckt geblieben sind.
Wenn du die 'Allmacht' singst, betont vom unsterblichen Meister,
Welcher lange Jahre bei den Unsterblichen wohnt,
Und wenn des Königs Psalmen von deinen Lippen erklangen,
Schwangen die Herzen sich mit betend zum Himmel empor.
Ruhen werden wir bald, die du begeistert, erhoben,
Deines Namens Klang lebt dann als Echo noch fort.
Mythisch wirft du sein, und uns beneidet die Nachwelt,
Die den Wohlklang gehört, der in der Brust dir gewohnt.

Es war ein kalter Wintermorgen am 17. Januar 1889 (sic!). Die schmale Seitenstettengasse, ehemals Katzensteig genannt, in Wien, füllte sich mit zahllosen Menschen, die des Leichenbegängnisses Sulzers harrten und nur dann auseinander gedrängt werden konnten, wenn immer wieder Männer und Frauen mit kostbaren Kränzen kamen, um sie dem Todten auf den Sarg zu legen. Dieser aber war nicht in der Wohnung aufgebahrt und man sagte mir, daß er im Tempel selbst zur Einsegnung bereit liege. Ich begab mich dahin. Die Säulen und die Bundeslade waren schwarz verhängt. Auf der obersten Stufe zu derselben ruhte der von schwarzem Tuch umhüllte Sarg des Hingeschiedenen, über ihm brannte die ewige Lampe.
Niemand in dem weiten Raume: nur ich mit dem Todten allein. Mich ergriff eine tiefe Rührung, ihn jetzt so still, so verstummt für immer an der Stelle liegen zu sehen, wo er vor der Gemeinde die Thorarolle, diese pergamentene Siegesfahne Israels, ausbreitend hoch erhob und wie im Triumphe sang: 'Das ist die Thora!' Das mächtige Bild stand plötzlich lebendig vor meiner Seele; es hieß mich die Kniee beugen vor dem Sarge, und zu Thränen erschüttert, drückte ich zum Abschied meine Lippen auf denselben.

Vor wenigen Monaten hat der Sohn Sulzers, ein Virtuosen-Cellist und Mitglied des kaiserlichen Operntheaters, den musikalischen Nachlaß seines Vaters veröffentlicht und dessen Biographie in Aussicht gestellt. Die Gemeinde hat ihrem Meistersänger ein weithin sichtbares Grabdenkmal errichten lassen, auf welchem wir nur die Anbringung einer griechischen Lyra für völlig ungeeignet halten, zumal die von einem Palmenzweig zu umwindende Davidsharfe das einzig richtige Symbol auf diesem Grabe gewesen wäre." 
 
133
Erinnerungen an Salomon Sulzer. Von Ludwig August Frankl
Artikel in der 'Allgemeinen Zeitung des Judentums', 15. Januar 1891,
Teil 2
Erinnerungen an Salomon Sulzer. Von Ludwig August Frankl Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums", 15. Januar 1891, Teil 2
Erinnerungen an Salomon Sulzer. Von Ludwig August Frankl
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums", 15. Januar 1891,
Teil 2 
 
134
Ernst Kris / Otto Kurz: Die Legende vom Künstler
Ernst Kris / Otto Kurz: Die Legende vom Künstler
Ernst Kris / Otto Kurz: Die Legende vom Künstler
Suhrkamp Taschenbuch 
 
135
Ernst Loewy (Hg.): Literatur unterm Hakenkreuz. Das Dritte Reich und seine Dichtung
Ernst Loewy (Hg.): Literatur unterm Hakenkreuz. Das Dritte Reich und seine Dichtung
Ernst Loewy (Hg.): Literatur unterm Hakenkreuz. Das Dritte Reich und seine Dichtung. Frankfurt am Main: Europäische Verlagsanstalt, 1966 
 
136
Ernst Loewy: Exil. Literarische und politische Texte aus dem deutschen. Exil 1933–1945
Ernst Loewy: Exil. Literarische und politische Texte aus dem deutschen. Exil 1933–1945
Ernst Loewy: Exil. Literarische und politische Texte aus dem deutschen. Exil 1933–1945, (Mitarbeit Brigitte Grimm). Stuttgart: Metzler, 1979 
 
137
Ernst Loewy: Jugend in Palästina. Briefe an die Eltern 1935–1938
Ernst Loewy: Jugend in Palästina. Briefe an die Eltern 1935–1938
Ernst Loewy: Jugend in Palästina. Briefe an die Eltern 1935–1938. Brita Eckert (Hrsg.). Berlin: Metropol, 1997 
 
138
Ernst Loewy: Thomas Mann und das deutsche Bürgertum
Ernst Loewy: Thomas Mann und das deutsche Bürgertum
Ernst Loewys erste selbständige Publikation, ein Separatdruck seines Aufsatzes über Thomas Mann und das deutsche Bürgertum im Verlag Willy Verkauf, Wien 1947. Aus unerfindlichen Gründen unter dem Namen Paul Loewy erschienen. 
 
139
Ernst Loewy: Thomas Mann. Ton- und Filmaufnahmen
Ernst Loewy: Thomas Mann. Ton- und Filmaufnahmen
Ernst Loewy: Thomas Mann. Ton- und Filmaufnahmen 
 
140
Ernst Loewys Auswanderungskoffer
Ernst Loewys Auswanderungskoffer
Ernst Loewys Auswanderungskoffer in einer Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main, 2012  
 
141
Ernst Loewys Auswanderungskoffer
Ernst Loewys Auswanderungskoffer
Ernst Loewys Auswanderungskoffer,
Deutsches Exilarchiv 1933-1945 in der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt am Main 
 
142
Ernst Papanek: The Austrian School Reform
Ernst Papanek: The Austrian School Reform
Ernst Papanek: The Austrian School Reform 
 
143
Eugenie Goldstern: Hochgebirgsvolk in Savoyen und Graubünden. Ein Beitrag zur romanischen Volkskunde, 1922
Eugenie Goldstern: Hochgebirgsvolk in Savoyen und Graubünden. Ein Beitrag zur romanischen Volkskunde, 1922
Eugenie Goldstern: Hochgebirgsvolk in Savoyen und Graubünden. Ein Beitrag zur romanischen Volkskunde.
Wien: Verlag des Vereines für Volkskunde, 1922 
 
144
Ex Libris Henry Reichenbach
Ex Libris Henry Reichenbach
Ex Libris Henry Reichenbach 
 
145
Ex Libris Hugo Brettauer
Ex Libris Hugo Brettauer
Ex Libris Hugo Brettauer 
 
146
Ex Libris von Ernst Hochschild
Ex Libris von Ernst Hochschild
Ex LIbris von Ernst Hochschild, um 1912 
 
147
Ex Libris von Michael und Emmy Schnebel
Ex Libris von Michael und Emmy Schnebel
Ex Libris von Michael und Emmy Schnebel 
 
148
Exlibris von Helene und Emil Lemberger
Exlibris von Helene und Emil Lemberger
Exlibris von Helene und Emil Lemberger
von Franz Bayros 
 
149
Festschrift für Mark Handler, 1904
Festschrift für Mark Handler, 1904
Festschrift für Mark Handler, 1904
Simon Hevesi, Rudolf Handler: Jubiláris emlék Handler Márk tatai rabbi 40 éves hivatali jubileuma alkalmából. Lugos, Budapest 1904  
 
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Filmplakat 'The Ring Leader'
Filmplakat "The Ring Leader"
Filmplakat "The Ring Leader", Regie Joe Levigard, 1928 
 

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