Marianne Jaffé

weiblich 1905 - 1991  (85 Jahre)


Generationen:      Standard    |    Vertikal    |    Kompakt    |    Rahmen    |    Nur Text    |    Ahnenliste    |    Medien

Weniger Details
Generation: 1

  1. 1.  Marianne Jaffé wurde geboren 21 Sep 1905, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland (Tochter von Edgar Jaffé und Elisabeth Frieda Amélie Sophie (Else) Freiin von Richthofen); gestorben 23 Jan 1991.

    Notizen:

    Quellen:
    https://www.geni.com/people/Marianne-von-Eckardt/6000000022202281077?through=6000000024876774448 (12.1.2017)


Generation: 2

  1. 2.  Edgar JafféEdgar Jaffé wurde geboren 14 Mai 1866, Hamburg, Hamburg, Deutschland (Sohn von Isaac Joseph Jaffé und Charlotte Baer); gestorben 29 Apr 1921, München, Bayern, Deutschland.

    Weitere Ereignisse:

    • Occupation/Beruf: Nationalökonom
    • Occupation/Beruf: von 1904; Redaktion des Archivs für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik (gemeinsam mit Max Weber und Werner Sombart)
    • Occupation/Beruf: von 1910, München, Bayern, Deutschland; lehrt Nationalökonomie an der von Moritz Julius Bonn geleiteten Münchner Handelsschule
    • Occupation/Beruf: 1918 bis 1919, München, Bayern, Deutschland; Politiker (Finanzminister der Bayrischen Räterepublik)
    • Residence: München, Bayern, Deutschland
    • Residence: um 1903 bis 1910, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland
    • Lebenslauf: Edgar Jaffé wurde am 14 Mai 1866 in Hamburg als Kind von Isaac Joseph und Charlotte Jaffé geboren. Er wurde als Kind getauft. Jaffé studierte Nationalökonomie. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Professor Max Weber und Werner Sombart übernahm er 1904 die Redaktion des Archivs für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik. Ab 1910 lehrte Jaffé Volkswirtschaft in München an der Handelshochschule, die von Moritz Julius Bonn geleitet wurde. 1916 gründeten Edgar Jaffé und der bayerische Verkehrsminister Heinrich von Frauendorfer die Europäische Staats- und Wirtschaftszeitung, die ein Bruder von Jaffé in Berlin herausgab. Von 1918 bis 1919 war Jaffé Finanzminister der Bayerischen Räterepublik unter Kurt Eisner. Jaffés Münchner Haus galt als ein Zentrum der Schwabinger Bohème. Ab 1900 war er ein häufiger Gast in Locarno und Ascona. 1902 heirateten Edgar Jaffé und Else von Richthofen. Zwischen 1901 und 1903 wurde in seinem Auftrag durch den Architekten Ewald Becher in der Berliner Wallotstraße die heute so genannte „Villa Jaffé“ errichtet, in der die Familie von Jaffé jedoch nie gewohnt hat. Seine Ehe mit "Else" von Richthofen wurden von den verschiedenen außerehelichen Beziehungen seiner Frau überschattet, die mit Max Weber und Alfred Weber, aber auch mit Otto Gross Liebesbeziehungen hatte. Aus letzterer ging 1907 der uneheliche Sohn Peter hervor, der von Edgar Jaffé adoptiert wurde und seinen Namen erhielt. Die Zerschlagung der Bayrischen Räterepublik, für die er sich als Finanzminister engagiert hatte und die Ermordung von Ministerpräsident Kurt Eisner traumatisierten ihn schwer. Edgar Jaffé starb am 29. April 1921. Werke: - Das englische Bankwesen. Duncker & Humblot, Leipzig 1904 - Grundfragen der englischen Volkswirtschaft. Gemeinsam mit Rudolf Leonhard, Theodor Vogelstein u. Moritz Julius Bonn. Duncker & Humblot, München 1913

    Notizen:

    Quellen:
    https://www.geni.com/people/Edgar-Jaff%C3%A9/6000000022202373964 (12.1.2017);
    https://de.wikipedia.org/wiki/Edgar_Jaff%C3%A9 (12.1.2017);

    Edgar — Elisabeth Frieda Amélie Sophie (Else) Freiin von Richthofen. Elisabeth wurde geboren 8 Okt 1874, Château-Salins, Frankreich; gestorben 22 Dez 1973, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland. [Familienblatt]


  2. 3.  Elisabeth Frieda Amélie Sophie (Else) Freiin von RichthofenElisabeth Frieda Amélie Sophie (Else) Freiin von Richthofen wurde geboren 8 Okt 1874, Château-Salins, Frankreich; gestorben 22 Dez 1973, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland.

    Weitere Ereignisse:

    • Occupation/Beruf: Sozialwissenschaftlerin
    • Lebenslauf: Else von Richthofen war die älteste von drei Töchtern des der Heinsdorfer Linie entstammende, Friedrich Ernst Emil Ludwig Freiherr Praetorius von Richthofen (1844–1915), eines Ingenieurs in der Armee des Deutschen Reiches, und dessen Ehefrau, Anna Elise Lydia Marquier (1851–1930). Die adelige Familie war nicht sonderlich begütert: „Die Eskapaden des Vaters haben die Familie auch noch um den letzten Rest gebracht. Friedrich von Richthofen spielt und ist ständig in Frauengeschichten verstrickt, 1886 mit absehbar hohen Folgekosten: eine seiner Geliebten, Selma, ist schwanger geworden, für den außerehelichen Richthofen-Sohn wurden Alimente fällig“. Die Freiin erhielt die damals übliche Schulbildung für Mädchen ihres Standes. Sie wurde zuerst von französischen Nonnen in Metz unterrichtet und besuchte von September 1889 an in Freiburg im Breisgau ein vornehmes Mädchenpensionat. Anschließend absolvierte sie das Lehrerinnenexamen. Nach kurzer Tätigkeit als Lehrerin schrieb sich Richthofen für ein Studium an der Universität Heidelberg ein, als dies für Frauen noch sehr ungewöhnlich war; sie war eine von nur vier Frauen an der Universität. Ihr Studium setzte sie in Berlin fort. Else von Richthofen kam mit vielen bedeutenden Frauen der Frauenbewegung in Kontakt. Dazu zählten Alice Salomon, Helene Simon und Helene Lange. 1900 promovierte sie bei Max Weber in Wirtschaftswissenschaften mit der Dissertation Über die historischen Wandlungen in der Stellung der autoritären Parteien zur Arbeiterschutzgesetzgebung und die Motive dieser Wandlungen und begann 1900, in Karlsruhe als badische Fabrikinspektorin zu arbeiten. Über die Aufgabenschwerpunkte der Gewerbeinspektorin berichtete ihre Freundin Alice Salomon: „Außer den Betrieben mit ausschließlicher Verwendung von Arbeiterinnen, z. B. den seither nicht besichtigten Konfektionsgeschäften im weitesten Sinne, ist ihr noch die Überwachung der Cigarrenfabriken und die Besorgung schriftlicher Arbeiten, insbesondere der auf die Prüfung der Arbeitsordnungen bezüglich Korrespondenzen übertragen worden […] In der letzten Zeit hat sie auch die männlichen Beamten durch ihr verständiges Eingreifen wesentlich unterstützt, dass sie in den betreffenden Industrien auch die unvollkommenen organisierten Arbeiterinnen in den Verkehr hereinzog“. 1902 heiratete die Freiin Edgar Jaffé, der später als Nationalökonom und Politiker bekannt wurde. Jaffé erwarb später das Archiv für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik, dessen Herausgeber, neben ihm, Werner Sombart und Max Weber wurden. Else Jaffé hatte vier Kinder: Friedrich „Friedel“ (1903–1995), der sich nach der Emigration in die U.S.A. Friedel Jeffrey nannte, Marianne (1905–1991), Peter (1907–1915) und Hans (1909–1977). Der Ehemann starb am 29. April 1921 in einer Münchner Heilanstalt, er hatte sich von der Ermordung von Kurt Eisner und dem Rücktritt des Kabinetts, in dem er als Finanzminister Verantwortung trug, nie mehr richtig erholt. In Else Jaffés Bekanntenkreis bewegten sich zahlreiche Intellektuelle und Schriftsteller, beispielsweise die Soziologen und Nationalökonomen Max und Alfred Weber, Otto Gross, ein früher Anhänger Sigmund Freuds, die Schriftstellerin Fanny Reventlow. Mit dem rauschgiftsüchtigen Otto Gross hatte sie eine Affäre, aus der ihr drittes Kind Peter (1907–1915) hervorging. Der Geliebte schwängerte zur gleichen Zeit die schweizerische Dichterin Regina Ullmann. Ihr Ehemann übergab selbstlos den Familiennamen an das außereheliche Kind. In der Beziehung zu Otto Gross war Else Jaffés größte Rivalin nicht die Frau von Otto Gross, „sondern ihre eigene Schwester Frieda … Mit ihr kam es zu dramatischen Eifersuchtsszenen“. Vom Winter 1909/1910 an hatte sie eine Beziehung mit Alfred Weber, trennte sich 1911 von Edgar Jaffé und zog in die Nähe von München. Nach Jaffés Tod zog sie 1925 nach Heidelberg, wo sie seit 1931 im Haus Bachstraße 24 mit Alfred Weber bis zu dessen Tod 1958 zusammen lebte. Mit Max Weber und dessen Frau Marianne verband sie seit 1895 eine enge Freundschaft, die nur zwischen 1910 und 1915 wegen ihrer Beziehung zu Alfred getrübt war. Max Weber war Pate des Sohnes Peter, dessen Patin die Schauspielerin Claere Schmid gewesen war. Als Max Weber in den letzten Jahren seines Lebens in München lehrte, hatte sie auch mit ihm seit Herbst 1918 eine intime Liebesbeziehung. Else Jaffé hatte über fünf Jahrzehnte niemals ein einziges Wort über ihre Liebesbeziehung zu Max Weber geäußert, um dessen Frau und zugleich ihre Freundin auch über den Tod hinaus nicht zu verraten. Als Max Weber schwer erkrankte, er starb am 14. Juni 1920, pflegten ihn seine Frau und seine Geliebte gemeinsam. Die Freundschaft zwischen Else und Marianne Weber blieb bis zu Marianne Webers Tod im Jahr 1954 bestehen. Werke: - Das Wahlrecht der Arbeiterinnen zu den Gewerbegerichten, in: Die Frau, 1907, H. 10 - Die Frau in der Gewerbe-Inspektion, in: Schriften des Ständigen Ausschusses für Arbeiterinteressen, 1910, H. 3 Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Else_von_Richthofen (12.1.2017)

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Else_von_Richthofen (12.1.2017)

    Kinder:
    1. Fredrick Jeffrey (Jaffé) wurde geboren 28 Sep 1903, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland; gestorben 3 Aug 1995, Greenwich, Connecticut, United States (USA).
    2. 1. Marianne Jaffé wurde geboren 21 Sep 1905, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland; gestorben 23 Jan 1991.
    3. Hans Jaffé wurde geboren 25 Feb 1909, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland; gestorben 8 Nov 1977, Cleveland, Ohio, United States (USA).


Generation: 3

  1. 4.  Isaac Joseph Jaffé wurde geboren 18 Jul 1806, Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland; gestorben 16 Apr 1890, Hamburg, Hamburg, Deutschland.

    Isaac — Charlotte Baer. Charlotte wurde geboren Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland. [Familienblatt]


  2. 5.  Charlotte Baer wurde geboren Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland.

    Notizen:

    Quellen:
    https://www.geni.com/people/Charlotte-Jaff%C3%A9/6000000024876915495?through=6000000014266203287 (12.1.2017)

    Kinder:
    1. 2. Edgar Jaffé wurde geboren 14 Mai 1866, Hamburg, Hamburg, Deutschland; gestorben 29 Apr 1921, München, Bayern, Deutschland.