Julie Landauer

Julie Landauer

weiblich 1829 - 1917  (87 Jahre)

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Weniger Details
Generation: 1

  1. 1.  Julie LandauerJulie Landauer wurde geboren 21 Jun 1829, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; gestorben 26 Apr 1917, Rankweil, Vorarlberg, Österreich; wurde bestattet Jüdischer Friedhof, Hohenems, Vorarlberg, Österreich.

    Weitere Ereignisse:

    • Occupation/Beruf: Gastwirtin, Zuckerbäckerin
    • Occupation/Beruf: Schweizerstraße 25, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; Wirtin der "Frohen Aussicht"
    • Lebenslauf: Julie Landauer wurde am 21. Juni 1829 als Tochter von Joseph und Jeanette Landauer in Hohenems geboren Ihre Eltern betrieben das Gasthaus „Zur frohen Aussicht“ und eine Backstube. Ihr Bruder David starb 1857 als Regimentsarzt in Erzurum im Osmanischen Reich – und Ludwig, der älteste Sohn der Familie, starb als Bäcker im Jahr 1868, ein Jahr nach seiner Mutter. So übernahm Julie als gelernte Zuckerbäckerin das Gasthaus und erhielt 1872 auch den Gewerbeschein für die Bäckerei. Im gleichen Jahr wurde ihr lediges Kind Josef geboren, das sie allein aufziehen musste. Um Schulden bezahlen zu können, musste Julie einen Teil ihres Grundstücks verkaufen, doch als es ihr finanziell endlich besser ging, brannte 1895 die Wirtschaft. Ein Knecht kam ums Leben und Julie musste noch einmal von vorne beginnen. 1896 heiratete ihr Sohn und ihre Schwiegertochter Nanette Guggenheim aus Zürich musste mit ihrer Mitgift den Wiederaufbau des Geschäfts unterstützen. Am 26. April 1917, ihr Sohn Josef war schon zwei Jahre zuvor an Herzlähmung gestorben, und ihr Enkel Ivan hatte sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet, starb sie in Rankweil im Krankenhaus.

    Notizen:

    Original-Datenbank
    Kollektivbiographie

    Quellen:
    Tänzer 736;
    Anna Rösch-Wehinger, "Starke Frauen: Die Landauer-Wirtinnen: in Hohenems", in: Thomas Albrich (Hg.), Von Salomon Sulzer bis "Bauer & Schwarz". Jüdische Vorreiter der Moderne in Tirol und Vorarlberg. Innsbruck 2009, S. 75-94;
    Geburtsmatriken Nr.: 1829/10;
    Sterbematriken Nr.: A (Zusatz Sterbematriken: ledige Private, geb. und zust. in Hohenems);
    B: {Arch-JMH-A1200}

    Berufe
    [Beruf und Status]
    1880: Bäckerin

    Wohnorte
    [Matriken]
    Adresse Geburtsmatriken: 33
    Adresse Sterbematriken: Valduna

    MEMO
    [Anmerkungen]
    Tänzer 736; "Armenhaus. ins Spital überführt, gest. in Valduna" {FR}
    [Matriken]
    Geburtsmatriken Nr.: 1829/10
    Sterbematriken Nr.: A
    Zusatz Sterbematriken: ledige Private, geb. und zust. in Hohenems

    Begraben:
    Grab Nr.: N/15 (Tänzer nicht verz.)

    Gestorben:
    Dementia senilis, Marasmus senilis

    Julie — ?. [Familienblatt]

    Kinder:
    1. 2. Josef Landauer  Graphische Anzeige der Nachkommen wurde geboren 09 Aug 1872, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; gestorben 11 Jun 1915, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; wurde bestattet Jüdischer Friedhof, Hohenems, Vorarlberg, Österreich.


Generation: 2

  1. 2.  Josef LandauerJosef Landauer Graphische Anzeige der Nachkommen (1.Julie1) wurde geboren 09 Aug 1872, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; gestorben 11 Jun 1915, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; wurde bestattet Jüdischer Friedhof, Hohenems, Vorarlberg, Österreich.

    Weitere Ereignisse:

    • Occupation/Beruf: Bäckermeister, Gastwirt
    • Occupation/Beruf: Hohenems, Vorarlberg, Österreich; Wirt der "Frohen Aussicht"

    Notizen:

    Original-Datenbank
    Kollektivbiographie

    Quellen:
    Tänzer 736;
    Anna Rösch-Wehinger, "Starke Frauen: Die Landauer-Wirtinnen: in Hohenems", in: Thomas Albrich (Hg.), Von Salomon Sulzer bis "Bauer & Schwarz". Jüdische Vorreiter der Moderne in Tirol und Vorarlberg. Innsbruck 2009, S. 75-94;
    E: {TM-1896}
    B: {TM-1896}; {GM-1897/6}; {GM-1899/2}; {SM}

    Berufe
    [Beruf und Status]
    1896: Geschäftsführer
    1897: Bäckermeister
    1899: Gastwirt
    1915: Gastwirt

    Wohnorte
    [Matriken]
    Adresse Geburtsmatriken: 52
    Adresse Sterbematriken: 43 / Sulzerstraße

    MEMO
    [Anmerkungen]
    Tänzer 736
    [Matriken]
    Geburtsmatriken Nr.: 1872/4
    Sterbematriken Nr.: A
    Zusatz Sterbematriken: verehel. Gastwirt, geb. und zust. in Hohenems

    Anmerkungen: uneheliches Kind von Julie Landauer. Quelle: Matriken der Israelitischen Kultusgemeinde Hohenems.

    Begraben:
    Grab Nr. N/18 (Tänzer nicht verz.)

    Gestorben:
    Herzlähmung

    Josef heiratete Nanette Guggenheim 25 Aug 1896. Nanette (Tochter von Guggenheim und Regina Bollag (Pollak)) wurde geboren 17 Dez 1862, Lengnau, Aargau, Schweiz; gestorben 27 Apr 1936, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; wurde bestattet Jüdischer Friedhof, Hohenems, Vorarlberg, Österreich. [Familienblatt]

    Kinder:
    1. 3. Jenny Landauer  Graphische Anzeige der Nachkommen wurde geboren 12 Jun 1897, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; gestorben Sep 1990, Widnau, St. Gallen, Schweiz.
    2. 4. Ivan Landauer  Graphische Anzeige der Nachkommen wurde geboren 31 Aug 1899, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; gestorben 06 Mrz 1943, Heerbrugg, St. Gallen, Schweiz; wurde bestattet Jüdischer Friedhof (Ostfriedhof), Kesselhaldenstraße, St. Gallen, St. Gallen, Schweiz.


Generation: 3

  1. 3.  Jenny LandauerJenny Landauer Graphische Anzeige der Nachkommen (2.Josef2, 1.Julie1) wurde geboren 12 Jun 1897, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; gestorben Sep 1990, Widnau, St. Gallen, Schweiz.

    Weitere Ereignisse:

    • Emigration: 1937, Widnau, St. Gallen, Schweiz
    • Occupation/Beruf: Leitet die Näherei im Familienbetrieb
    • Residence: um 1921, Rankweil, Vorarlberg, Österreich

    Notizen:

    Original-Datenbank
    Kollektivbiographie

    Quellen:
    Tänzer 736;
    Anna Rösch-Wehinger, "Starke Frauen: Die Landauer-Wirtinnen: in Hohenems", in: Thomas Albrich (Hg.), Von Salomon Sulzer bis "Bauer & Schwarz". Jüdische Vorreiter der Moderne in Tirol und Vorarlberg. Innsbruck 2009, S. 75-94;
    E: {TM-1921}
    A: {GM-1921/2} | {Gen.}
    Quellenangaben: HMI, KB, Ze, D, Mus, JS, Din


    Wohnorte
    [Matriken]
    Adresse Geburtsmatriken: Israelitengasse
    [Auswanderung]
    Auswanderungsort 1: Rankweil
    Auswangderungsjahr 1: unb.
    Auswanderungsort 2: Widnau

    MEMO
    [Anmerkungen]
    Tänzer 736
    [Matriken]
    Geburtsmatriken Nr.: 1897/6

    Ze: Vorarlberger.Monatliche Großauflage des Vorarlberger Volksboten, 46 Jg., Nr.2 (4.3.1987)
    Mus. gestorben in Widnau/CH, begraben in Zürich
    Jüdische Schicksale, Berichte von Verfolgten, S. 20 f.

    DÖW, Interview 30.9.1987 in Widnau/CH, Quellenname Din:
    Volksschule Hohenems, Töchterschule Dornbirn, Mutter Schweizerin, Vater Hohenemser u. einziges Kind, Mitglied Turn- u. Gesangsverein, Ehemann Schweizer, 1937 aus wirtschaftl. Gründen in die CH, Stickerei schlecht gegangen
    in Schweiz Fabrik f. Regenmäntel, leitete die Näherei
    verkauft nach dem Krieg Hausbesitz, dafür Ferienhaus in Stuben/Arlberg gekauft, in den späten 70er Jahren (?) wieder verkauft,
    während des Krieges 2. Fabrik in d. Westschweiz, damals mit den Kindern in Lausanne gelebt


    Jenny heiratete Jakob Bollag 20 Dez 1920, Zürich, Zürich, Schweiz. Jakob (Sohn von Michael Bollag und Hedwig Dreifuss) wurde geboren 01 Jul 1893, Unterendingen, Aargau, Schweiz; gestorben 15 Mai 1963; wurde bestattet 17 Mai 1963, Israelitischer Friedhof Oberer Friesenberg, Friesenbergstraße 330, Zürich, Zürich, Schweiz. [Familienblatt]

    Kinder:
    1. 5. Kurt [Curt] Michael Bollag  Graphische Anzeige der Nachkommen wurde geboren 29 Okt 1921, Rankweil, Vorarlberg, Österreich; gestorben 24 Jul 2003, Widnau, St. Gallen, Schweiz; wurde bestattet 27 Jul 2003, Jüdischer Friedhof, Hohenems, Vorarlberg, Österreich.
    2. 6. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen

  2. 4.  Ivan LandauerIvan Landauer Graphische Anzeige der Nachkommen (2.Josef2, 1.Julie1) wurde geboren 31 Aug 1899, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; gestorben 06 Mrz 1943, Heerbrugg, St. Gallen, Schweiz; wurde bestattet Jüdischer Friedhof (Ostfriedhof), Kesselhaldenstraße, St. Gallen, St. Gallen, Schweiz.

    Weitere Ereignisse:

    • Emigration: 24 Aug 1938, Heerbrugg, St. Gallen, Schweiz; Flucht vor NS-Verfolgung
    • Event: 1937, Vorarlberg, Österreich; Kurze Haftstrafe, wegen angeblicher Begünstigung von illegal ausreisenden kommunistischen Spanienkämpfern.
    • Occupation/Beruf: Schweizerstraße 25, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; Gastwirt ("Zur frohen Aussicht")
    • Occupation/Beruf: 1917; meldet sich freiwillig zum Kriegsdienst in der österreichischen Armee
    • Occupation/Beruf: von 1930 bis 1934, Hohenems, Vorarlberg, Österreich; Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Hohenems
    • Residence: 30 Sep 1940 bis Jun 1942, Gordola, Tessin, Schweiz; Arbeitslager
    • Residence: von Jun 1942 bis 06 Mrz 1943, Heerbrugg, St. Gallen, Schweiz
    • Lebenslauf: Ivan Landauer wurde am 31. August 1899 als Sohn von Josef und Nanette Landauer geboren, die in Hohenems die Gastwirtschaft „Zur frohen Aussicht“ führten. 1915 – 1917 verbrachte er seine Lehrzeit in der Blusenfabrik Leon Levy in Zürich. 1917 meldete er sich während des 1. Weltkrieges freiwillig als Soldat in der österreichisch-ungarischen Armee. Ab 1931 arbeitete er in der Fabrik seines Schwagers in der und heiratete 1934 die Schweizerin Hulda Egli. Doch ein Jahr später starb seine Frau, 1936 seine Mutter Nanette. Ivan übernahm das Gasthaus ‚Zur frohen Aussicht’ in Hohenems. Nach dem ‚Anschluss’ musste Ivan Landauer das Gasthaus schließen und wurde für 3 Wochen inhaftiert. Daraufhin verpachtete er das Gasthaus an Anton und Lina Amann. Doch seine wirtschaftliche Existenz ist zerstört und die Gastwirtschaft wird schließlich auf Betreiben einer Schweizer Bank 1939 zwangsversteigert. Zu diesem Zeitpunkt ist Ivan Landauer schon in die Schweiz geflüchtet. Schon im Mai 1938 unternahm Ivan erste Versuche Österreich in Richtung Schweiz zu verlassen. Seine Schwester Jenny und die Verwandten mütterlicherseits, die in der Schweiz wohnen, bemühen sich um eine Aufenthaltsbewilligung. Am 24. August 1938 beantragt sein Schwager ein Visum beim Schweizer Konsulat in Bregenz. Am Abend des selben Tages muss Ivan Österreich verlassen haben. Dies war ihm mit einem deutschen Pass möglich, da für Deutsche noch keine Visumspflicht galt. Die Resignation Ivans spiegelt sich in den privaten Briefen. ‚Ich habe mal ein Buch gelesen, der ewige Jude,’ – schreibt er im Oktober 1939 an seinen alten Bekannten aus Hohenems, Harry Weil, – ‚und es kommt mir vor, mir geht es bald auch so; man wird von einem Land ins andere gejagt, und was hat man verbrochen?? Die Eltern waren halt ‚Juden’..’ Am 30. September 1940 wurde Ivan Landauer ins Arbeitslager Gordola im Tessin eingewiesen, wo er als Koch arbeitet. Zur gleichen Zeit wie er ist dort auch der österreichische Schriftsteller und Dramatiker Fritz Hochwälder interniert. In Ivan Landauers Poesiealbum, das er mit ins Lager nehmen konnte, tragen sich nun auch seine „Arbeitsdienstkameraden“ ein. In einem Gedicht heißt es dort an Ostern 1941: „Der Emigrant ... dem Emigranten....: Wir treiben auf den Schicksalswell'n dahin, | die einmal tiefer, einmal höher schlagen. | Doch bersten nicht, wenn steile Riffe ragen | und schwere Wolken finster uns umzieh'n! | Das Heimatschiff hat Sturmwind losgerissen ... | Die Kette war zu schwach, der Anker fiel - | so suchten wir im leichten Wellenspiel | den Strand, wo uns die Träume freundlich grüßen! | Vom langen Schwanken sind wir zwar schon müde | und unser kleiner Kahn läßt langsam Wasser ein ... | Doch Irr- und Traumfahrt ist noch nicht beendet! | ... wir lauschen träumend jenem alten Liede, | das da erzählt vom steten Glücklichsein | und von der Sehnsucht, die uns Hoffnung spendet!“ Schwer herzkrank wird Ivan Landauer schließlich im Juni 1942 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Internierungslager entlassen. Am 6. März 1943 stirbt er im Alter von 44 Jahren in Heerbrugg bei seiner Schwester Jenny.

    Notizen:

    Original-Datenbank
    Kollektivbiographie

    Quellen:
    Tänzer 736;
    Anna Rösch-Wehinger, "Starke Frauen: Die Landauer-Wirtinnen: in Hohenems", in: Thomas Albrich (Hg.), Von Salomon Sulzer bis "Bauer & Schwarz". Jüdische Vorreiter der Moderne in Tirol und Vorarlberg. Innsbruck 2009, S. 75-94;
    E: {L-NL}
    A: {Mat-Innsbruck}
    B: {Arch-JMH-A1183}
    Quellenangaben: KB, D, Mus, TW, Din


    Berufe
    [Beruf und Status]
    1923: Kaufmann
    1937: Gastwirt
    Firmenadresse: Hohenems, Gasthaus "Zur frohen Aussicht" ab 36


    Wohnorte
    [Matriken]
    Adresse Geburtsmatriken: Israelitengasse
    [Auswanderung]
    Auswanderungsort 1: Herbrugg
    Auswangderungsjahr 1: unb.

    [Informationen zur NS-Verfolgung]
    Fluchtdatum: 00.03.1938 Fluchtort: Schweiz


    MEMO
    [Anmerkungen]
    Tänzer 736
    [Matriken]
    Geburtsmatriken Nr.: 1899/2
    Zusatz Geburtsmatriken: geb. im Gasthaus zur Frohen Aussicht am Bach

    Dreier S. 214: Flucht in die CH
    Mus: Z 266/St. Gallen begraben
    TW: 1930-34 Vorsteher der KG Hohenems
    Herbst 37 wegen kommun. Betätigung in Haft (Fluchthilfe für Spanienkämpfer), S.91
    Vorarlberger Volksblatt, 30.10.1938
    Din: DÖW Interview m. seiner Schwester: 8 Tage Haft in Dornbirn, durch Beziehungen freigekommen, in der CH im Lager f. Ausländer bei Tenero (?, schon in Abschrift), dort krank geworden u. gestorben
    absolvierte kaufmännische Lehre in CH

    Ivan heiratete Hulda Egli 7 Nov 1934, Au, St. Gallen, Schweiz. Hulda (Tochter von Heinrich Egli und Ida Bertschinger) wurde geboren 2 Nov 1898, Zürich, Zürich, Schweiz; gestorben Dez 1935. [Familienblatt]



Generation: 4

  1. 5.  Kurt [Curt] Michael Bollag Graphische Anzeige der Nachkommen (3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1) wurde geboren 29 Okt 1921, Rankweil, Vorarlberg, Österreich; gestorben 24 Jul 2003, Widnau, St. Gallen, Schweiz; wurde bestattet 27 Jul 2003, Jüdischer Friedhof, Hohenems, Vorarlberg, Österreich.

    Weitere Ereignisse:

    • Emigration: 1935, Heerbrugg, St. Gallen, Schweiz
    • Occupation/Beruf: Fabrikant
    • Residence: von 1941 bis 1946, Lausanne, Waadt/Vaud, Schweiz
    • Lebenslauf: Kurt Bollag wurde am 29. Oktober 1921 in Rankweil in Vorarlberg geboren, wo seine Eltern Jakob und Jenny Bollag-Landauer eine Stickerei betrieben. Er besuchte die Volksschule in Hohenems und die Realschule in Dornbirn, bevor er die Handelsschule in Neuchatel absolvierte. 1936 gründeten seine Eltern einen Betrieb in Heerbrugg, die Reguma Regenmäntelfabrik, und zogen in die Schweiz. 1941 übernahm Kurt Bollag die Leitung der Filiale des Betriebs in Lausanne, eine Vorsichtsmaßnahme angesichts des Drucks des Deutschen Reiches insbesondere auf die Ostschweiz. Kurt Bollag leistete seinen Schweizer Wehrdienst und half nach dem Krieg, die Firma von Heerbrugg nach Widnau zu übersiedeln. 1951 heirate Kurt Bollag Liliane Adler, mit der er zwei Kinder, Yves und Nicole aufzog. 1965 übernahm er nach dem Tod seines Vaters die elterliche Firma. In den 50er Jahren kaufte seine Mutter mit der erhaltenen Entschädigung ein Haus in Stuben am Arlberg. 1953 gründet er gemeinsam mit Willi Burgauer in St. Gallen zusammen den Verein zur Erhaltung des Jüdischen Friedhofs in Hohenems, der bis heute den Friedhof erhält und vereinzelt Beerdigungen durchführt. Auch im Vorstand der Jüdischen Gemeinde St. Gallen war er viele Jahre aktiv. Als das Jüdische Museum Hohenems ins Leben gerufen wurde, fand sich Kurt Bollag im Kreis der Gründer ein. Er starb im Juli 2003 und wurde auf dem Hohenemser Jüdischen Friedhof begraben.
    • Biography: Kurt Bollag was born on 29 October 1921 in Rankweil, Vorarlberg, where his parents Jacob and Jenny Bollag-Landauer operated an embroidery business. He attended elementary school in Hohenems and the secondary school in Dornbirn, before he graduated from business school in Neuchatel, Switzerland. In 1936, his parents founded a company in Heerbrugg, the Reguma Regenmäntelfabrik (rain coat factory), and moved to Switzerland. In 1941 Kurt Bollag took over the leadership of the branch operation in Lausanne as a precautionary measure given the pressure of the German Reich, especially in eastern Switzerland. Kurt Bollag completed his Swiss military service and after the war helped move the company from Heerbrugg to Widnau. In 1951 Kurt married Liliane Bollag Adler with whom he raised two children, Yves and Nicole. In 1965 he took over the company after the death of his father. In 1953 he founded together with Willi Burgauer in St. Gallen the Association for the Preservation of the Jewish cemetery in Hohenems, which still operates the cemetery and performs burials. He was also active for many years on the board of the Jewish community of St. Gallen. When the Jewish Museum Hohenems was established, Kurt Bollag was one of the founders. He died in July 2003 and was buried at the Jewish cemetery in Hohenems.

    Notizen:

    Original-Datenbank
    Kollektivbiographie

    Wohnorte
    [Matriken]
    Adresse Geburtsmatriken: Rankweil
    Auswangderungsjahr 1: unb.

    Quellen:
    Geburtsmatriken Hohenems, Nr.: 1921/2;
    Zusatz Geburtsmatriken: [Vater] Jakob Bollag, geb. 1.7. 1893 in Oberendingen, Schweiz, wohnhaft in Rankweil; getraut am 3.1. 1921

    Begraben:
    Reihe 10, Grab 12a

    Kurt heiratete Lebend (Tochter von Lebend und Lebend) [Familienblatt]

    Kinder:
    1. 7. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen
    2. 8. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen

  2. 6.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

    Lebend heiratete Lebend (Sohn von Emil Biedermann und Clementine Wolfsbruck) [Familienblatt]

    Kinder:
    1. 9. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen


Generation: 5

  1. 7.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (5.Kurt4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

    Lebend — Lebend. [Familienblatt]

    Kinder:
    1. 10. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen
    2. 11. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen

  2. 8.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (5.Kurt4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

    Lebend heiratete Lebend [Familienblatt]

    Kinder:
    1. 12. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen
    2. 13. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen

    Lebend heiratete Lebend [Familienblatt]


  3. 9.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (6.Lebend4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

    Lebend heiratete Lebend [Familienblatt]



Generation: 6

  1. 10.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (7.Lebend5, 5.Kurt4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

  2. 11.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (7.Lebend5, 5.Kurt4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

  3. 12.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (8.Lebend5, 5.Kurt4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

  4. 13.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (8.Lebend5, 5.Kurt4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

    Lebend heiratete Lebend [Familienblatt]

    Kinder:
    1. 14. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen
    2. 15. Lebend  Graphische Anzeige der Nachkommen


Generation: 7

  1. 14.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (13.Lebend6, 8.Lebend5, 5.Kurt4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)

  2. 15.  Lebend Graphische Anzeige der Nachkommen (13.Lebend6, 8.Lebend5, 5.Kurt4, 3.Jenny3, 2.Josef2, 1.Julie1)