Johann Gomperz

männlich 1925 - 1944  (18 Jahre)


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Weniger Details
Generation: 1

  1. 1.  Johann Gomperz wurde geboren 12 Sep 1925, Bregenz, Vorarlberg, Österreich (Sohn von Rudolf Emanuel Karl Gomperz und Maria Theresia Anna (Marianne) Stecher); gestorben 1944, Frankreich.

    Weitere Ereignisse:

    • Religion: evangelisch
    • Heimatzuständigkeit: Wien, Wien, Österreich

    Notizen:

    Quellen:
    Original-Datenbank
    IFZ Uni Innsbruck "pmaske"
    b, l

    MEMO
    l: siehe MEMO des Bruders

    Gestorben:
    gefallen an der Front


Generation: 2

  1. 2.  Rudolf Emanuel Karl GomperzRudolf Emanuel Karl Gomperz wurde geboren 10 Mrz 1878, Wien, Wien, Österreich (Sohn von Theodor Gomperz und Elise von Sichrovsky); gestorben 26 Mai 1942, KZ Maly Trostinez, Weißrussland.

    Weitere Ereignisse:

    • Education: um 1896, Berlin, Berlin, Deutschland; Studium (Bauingenieurwesen) an der Hochschule Berlin-Charlottenburg
    • Occupation/Beruf: Ingenieur, Fremdenverkehrspionier
    • Occupation/Beruf: 1904; Ingenieur bei der Bagdadbahn
    • Occupation/Beruf: 1906, St. Anton am Arlberg, Tirol, Österreich; Obmann des Schiklub Arlberg
    • Occupation/Beruf: 1906, St. Anton am Arlberg, Tirol, Österreich; Obmann und Ehrenobmann des Skiklubs Arlberg
    • Occupation/Beruf: 1908; Vorsitzender des Österreichischen Skiverbandes
    • Occupation/Beruf: 1910; Vorsitzender des Mitteleuropäischen Schiverbandes; Geschäftsführer des ÖSV
    • Occupation/Beruf: von 1915 bis 1919, Salzburg, Salzburg, Österreich; Skiwerkstatt des österreichischen und deutschen Heeres
    • Occupation/Beruf: um 1920, Naila, Bayern, Deutschland; Prokurist (Fa. Gebr. Schmidt AG)
    • Occupation/Beruf: von 1927 bis 1931, St. Anton am Arlberg, Tirol, Österreich; Leiter des Fremdenverkehrbüro St. Anton (Filiale des Tiroler Landesreisebüros)
    • Persecution/Verfolgung im 3. Reich: 20 Mai 1942, Minsk, Minsk, Weißrussland; Deportation
    • Persecution/Verfolgung im 3. Reich: 20 Jan 1942, Wien, Wien, Österreich; Zwangsumsiedlung
    • Religion: Konversion, getauft, evangelisch
    • Residence: nach 1878, Wien, Wien, Österreich
    • Residence: von 1905 bis 1942, St. Anton am Arlberg, Tirol, Österreich
    • Residence: um 1920, Naila, Bayern, Deutschland
    • Residence: um 1925, München, Bayern, Deutschland
    • Residence: von 10 Mai 1942 bis 20 Mai 1942, Sperlgasse 2, Wien, Wien, Österreich; Sammellager
    • Residence: von 10 Jan 1942 bis 10 Mai 1942, Große Mohrengasse, Wien, Wien, Österreich

    Notizen:

    Original-Datenbank
    IFZ Uni Innsbruck "pmaske"

    Quellen:
    Hans Thöni, "Fremdenverkehrspionier am Arlberg. Das Schicksal des Rudolf Gomperz", in: Thomas Albrich (Hg.), Wir lebten wie sie. Jüdische Lebensgeschichten aus Tirol und Vorarlberg. Innsbruck 1999, S.123-146
    Hans Thöni, Das Schicksal des Rudolf Gomperz, in: Felix Mitterer, Kein schöner Land
    Quellenangaben: ZdW, TLA, ff, b, v, Lit, Z

    Berufe
    Berufe: Schipionier
    Firmenadresse: St. Anton/Arlberg

    Wohnorte
    [Adressen und Wohnorte]
    Wohnort: St. Anton/Arlberg
    Zuzugsdatum: 1905

    [Informationen zur NS-Verfolgung]
    Zwangsumsiedlung nach Wien: 20.01.1942
    Deportationsdatum: 20.05.1942 Deportation nach: Minsk/Maly Trostinec

    MEMO
    Hans Thöni, Das Schicksal des Rudolf Gomperz, in: Felix Mitterer, Kein schöner Land
    Rudolf Emanuel Karl Israel Gomperz; Vater Mitglied des Herrenhauses; erste Ehe1907 Clara Susanna Westphal aus München; lebte in St. Anton, Innsbruck, Salzburg und München; Tochter Thordis Liselotte Ulla 25.2.1911; 1925 erste Ehe von LGericht Innsbruck geschieden; 13.6.1925 zweite Ehe in München mit Maria Theresia Anna Stecher aus Bad Aibling, geb. 28.4.1898 Mühldorf/Gmunden; zwei Söhne Rudolf Walter Alexander und Hans Theodor Karl Ull (siehe b); Söhne als Arier eingestuft, da Mutter falschen Vater angab. Detaillierter Bericht über einzelne Verfolgungsmaßnahmen und Zwangsumsiedlung. Wien Privatwohung Große Mohrengasse, 10.Mai 1942 Sperlschule überstellt; 20. Mai 1942 Minsk deportiert, Herbst 1942 in Lemberg gesehen.
    Söhne traten ca. 1941 der Waffen-SS bei, um Vater zu retten. Hans ist gefallen, Mutter 1949 gestorben, Rudolf 1966 Selbstmord begangen.
    ZdW S.33f.: Kind einer hochangesehenen jüdischen Familie
    Schule in Wien, Studium TH Berlin
    beim Bau der Bagdad-Bahn leitend tätig, 1905 Kuraufenthalt in St. Anton; blieb dort als Fremdenverkehrspionier
    Obmann und Ehrenobmann des Skiklubs Arlberg, Vorsitzender des Österr. u. Mitteleuropäischen Skiverbandes; 1927-1931 Leiter einer Filiale des Tiroler Landesreisebüros in St. Anton.
    Nach dem Anschluß alle Posten und Funktionen verloren
    Ende 1941 Hausdurchsuchung
    ab 19.12.1941 mußte er Judenstern tragen und bis 10.1.1942 Tirol verlassen; in Wien von Privatwohnung am 10.5.1942 in Sammellager Sperlschule überstellt, von dort am 20.5.1942 nach Minsk deportiert; keine weitere Nachricht über sein Schicksal.
    GP St. Anton, 12.6.1939: Frau besitzt Anwesen und Haus.

    b: Johann Gomperz/Hans Gomberz, 12.9.1925 Bregenz, prot./r.k., Schüler, Eltern: Rudolf, Maria Stecher, St. Anton. 1936-1942 versch. Adressen, zuletzt Sylvester-Fink-Straße 16/I; 27.10.1942 abgem. zur Wehrmacht.
    b: Rudolf Gomberz, 10.09.1922 Hof/Bayern, zust. Wien, prot., Schüler, 1936-1939 versch. Adressen, zuletzt Sylvester-Fink-Str. 16/I.
    v: von Wien II, Große Mohrengasse 16 deportiert
    BPolDion 1.8.1939: alle in Landeck wohnhaft, hs. Zusatz St. Atnon

    Waltraud Barton (Hrsg.), Maly Trostinec - Das Totenbuch. Den Toten ihre Namen geben, Wien 2015, 2. Aufl., S. 83

    Geburt:
    Geburtsort nicht sicher geklärt!

    Gestorben:
    KZ

    Ankunft mit dem 22. Judentransport aus Wien mit 986 Menschen. Vermutlich bei der Ankunft erschossen.

    Rudolf heiratete Maria Theresia Anna (Marianne) Stecher 13 Jun 1925, München, Bayern, Deutschland. Maria wurde geboren 28 Apr 1898, Mühldorf, Oberösterreich, Österreich; wurde bestattet 1948. [Familienblatt]


  2. 3.  Maria Theresia Anna (Marianne) Stecher wurde geboren 28 Apr 1898, Mühldorf, Oberösterreich, Österreich; wurde bestattet 1948.

    Weitere Ereignisse:

    • Residence: vor 1925, Bad Aibling, Bayern, Deutschland
    • Residence: um 1946, St. Anton am Arlberg, Tirol, Österreich

    Notizen:

    Geburt:
    Andere Quellen: Mühldorf am Inn, Bayern.

    Kinder:
    1. 1. Johann Gomperz wurde geboren 12 Sep 1925, Bregenz, Vorarlberg, Österreich; gestorben 1944, Frankreich.
    2. Rudolf Walter Thaddäus Alexander Gomperz wurde geboren 10 Sep 1922, Hof an der Saale, Bayern, Deutschland; gestorben 22 Apr 1966, Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.


Generation: 3

  1. 4.  Theodor GomperzTheodor Gomperz wurde geboren 29 Mrz 1832, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien (Sohn von Philipp Josua Feibelmann Gomperz und Henriette Auspitz); gestorben 29 Aug 1912, Baden, Niederösterreich, Österreich; wurde bestattet 1912, Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich.

    Weitere Ereignisse:

    • Occupation/Beruf: Universitätsprofessor (Philosophie und Klassische Philologie)
    • Lebenslauf: Theodor Gomperz wurde am 29. März 1832 als Sohn von Philipp Josua Feibelman Gomperz (1782–1857) und Henriette Gomperz, geborene Auspitz (1792–1881) in eine assimilierte jüdische Kaufmanns- und Gelehrtenfamilie in Brünn hineingeboren. Theodor Gomperz war der Bruder von Josephine Gomperz, verehelichte Josephine von Wertheimstein (1820–1894), der Industriellen Max von Gomperz (1822–1913) und Julius von Gomperz (1823–1909) sowie der Sophie Gomperz, verehelichte Sophie von Todesco (1825–1895). Aus seiner Ehe mit Elise Sichrovsky (1848–1929) ging der Philosoph Heinrich Gomperz (1873–1942), sowie die Bildhauerin und Schriftstellerin Bettina Gomperz (1879–1948) und der Ingenieur und Skipionier Rudolf Gomperz (1878-1942) hervor. Theodor Gomperz studierte 1847–1849 an der Philosophischen Lehranstalt in Brünn sowie danach in Wien bei Hermann Bonitz. Gomperz widmete sich als Privatgelehrter weiteren Studien und wurde ohne Doktoratsabschluss 1867 habilitiert. 1873 wurde er Professor für Klassische Philologie in Wien. 1896 bis 1909 publizierte er sein dreibändiges Hauptwerk Griechische Denker. 1900 wurde er emeritiert; sein Nachfolger wurde Emil Szanto. Er ruht in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Döblinger Friedhof (Gruppe 17, Nummer 6) in Wien. Im Jahr 1927 wurde in Wien Ottakring (16. Bezirk) die Gomperzgasse nach ihm benannt. Werke: - Demosthenes der Staatsmann (1864) - Philodemi de ira liber (1864) - Traumdeutung und Zauberei (1866) - Herculanische Studien (1865–1866) - Beitrage zur Kritik und Erklarung griech. Schriftsteller (7 Bände, 1875–1900) - Neue Bruchstücke Epikurs (1876) - Die Bruchslucke der griech. Tragiker und Cobets neueste kritische Manier (1878) - Herodoteische Studien (1883) - Ein bisher unbekannies griech. Schriftsystem (1884) - Zu Philodems Buchern von der Musik (1885) - Über den Abschluß des herodoteischen Geschichtswerkes (1886) - Platonische Aufsatze (3 vols, 1887–1905) - Zu Heraklits Lehre und den Überresten seines Werkes (1887) - Zu Aristoteles Poetik (2 parts, 1888–1896) - Über die Charaktere Theophrasts (1888) - Nachlese zu den Bruchstücken der griechischen Tragiker (1888) - Die Apologie der Heilkunst (1890) - Philodem und die astheiischen Schriften der herculanischen Bibliothek (1891) - Die Schrift vom Staatswesen der Athener (1891) - Die jüngst entdeckten Überreste einer den platonischen Phaedon enthaltenden Papyrusrolle (1892) - Aus der Hekale des Kallimachos (1893) - Griechische Denker. Eine Geschichte der antiken Philosophie (1896-1909) - Band 1, Griechische Naturphilosophen und Sophisten, 1896 - Band 2, Sokrates und Platon, 1902 - Band 3, Aristoteles Und Seine Nachfolger, Von Veit, Leipzig 1909 - Essays und Erinnerungen (1905) - Die Apologie der Heilkunst. Eine griechische Sophistenrede des 5. vorchristlichen Jahrhunderts (1910) - Hellenika. Eine Auswahl philologischer und philosophiegeschichtlicher kleiner Schriften (1912) Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Gomperz (28.7.2015)

    Notizen:

    Quellen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (Stand: 5.11.2013)
    Stammbaum von Rudolf Hausherr

    Begraben:
    Grab: I/7/6

    Theodor — Elise von Sichrovsky. Elise (Tochter von Heinrich Joachim Ritter von Sichrovsky und Babette (Betty) Cohn) wurde geboren 01 Jan 1848; gestorben Mrz 1929; wurde bestattet 20 Mrz 1929, Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich. [Familienblatt]


  2. 5.  Elise von Sichrovsky wurde geboren 01 Jan 1848 (Tochter von Heinrich Joachim Ritter von Sichrovsky und Babette (Betty) Cohn); gestorben Mrz 1929; wurde bestattet 20 Mrz 1929, Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich.

    Weitere Ereignisse:

    • Occupation/Beruf: Wien, Wien, Österreich; "Frauenvereinigung für soziale Hilfe"

    Notizen:

    Quellen:
    Stammbaum von Rudolf Hausherr

    Begraben:
    Grab: I/7/6

    Kinder:
    1. Heinrich Gomperz wurde geboren 18 Jan 1873, Wien, Wien, Österreich; gestorben 27 Dez 1942, Los Angeles, Los Angeles, California, United States (USA).
    2. 2. Rudolf Emanuel Karl Gomperz wurde geboren 10 Mrz 1878, Wien, Wien, Österreich; gestorben 26 Mai 1942, KZ Maly Trostinez, Weißrussland.
    3. Bettina Gomperz wurde geboren 15 Sep 1879, Wien, Wien, Österreich; gestorben 10 Okt 1948, Bern, Bern, Schweiz.


Generation: 4

  1. 8.  Philipp Josua Feibelmann GomperzPhilipp Josua Feibelmann Gomperz wurde geboren 1782, Wien, Wien, Österreich ? (Sohn von Leopold Loeb Benedict Gomperz und Gittel Mendel Leidersdorf); gestorben 1857.

    Notizen:

    Quellen:
    Stammbaum Rudolf Hausherr;
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (29.5.2016)

    Philipp — Henriette Auspitz. Henriette (Tochter von Lazar Auspitz und Anna Marianne Mathilde (Rosa) Weinberger) wurde geboren um Dez 1792; gestorben 30 Apr 1881, Wien, Wien, Österreich; wurde bestattet Jüdischer Friedhof, Nezamyslova 27, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien. [Familienblatt]


  2. 9.  Henriette Auspitz wurde geboren um Dez 1792 (Tochter von Lazar Auspitz und Anna Marianne Mathilde (Rosa) Weinberger); gestorben 30 Apr 1881, Wien, Wien, Österreich; wurde bestattet Jüdischer Friedhof, Nezamyslova 27, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien.

    Notizen:

    Quellen:
    Stammbaum Rudolf Hausherr

    Kinder:
    1. Josephine Gomperz wurde geboren 19 Nov 1820, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien; gestorben 16 Jul 1894; wurde bestattet Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich.
    2. Max R. von Gomperz wurde geboren 1 Mrz 1822, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien; gestorben 7 Nov 1913, Wien, Wien, Österreich.
    3. Julius R. von Gomperz wurde geboren 21 Nov 1823, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien; gestorben 2 Feb 1909, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien; wurde bestattet Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich.
    4. Sophie Gomperz wurde geboren 22 Jul 1825, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien; gestorben 9 Jul 1895, Wien, Wien, Österreich.
    5. Minna Gomperz wurde geboren 1826; gestorben 27 Okt 1886, Oberdöbling, Wien, Wien, Österreich; wurde bestattet Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich.
    6. 4. Theodor Gomperz wurde geboren 29 Mrz 1832, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien; gestorben 29 Aug 1912, Baden, Niederösterreich, Österreich; wurde bestattet 1912, Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich.

  3. 10.  Heinrich Joachim Ritter von SichrovskyHeinrich Joachim Ritter von Sichrovsky wurde geboren 12 Jun 1794, Wien, Wien, Österreich (Sohn von Moses Sichrovsky und Elisabeth Braindl Kuh); gestorben 10 Jul 1866, Baden, Niederösterreich, Österreich; wurde bestattet Währinger Friedhof, Schrottenbachgasse, Wien, Wien, Österreich.

    Weitere Ereignisse:

    • Lebenslauf: Heinrich Joachim von Sichrovsky wurde am 12. Juni 1794 in Wien als Sohn von Moses Sichrovsky und Elisabeth Kuh geboren. Er trat als Eisenbahnpionier, Verwaltungsbeamter und Literat hervor. 1847 heiratete Sichrovsky Babette Kohn (1821-1878). Nach Abschluss des Gymnasiums und der Realakademie bei St. Anna in Wien trat Sichrovsky zunächst in das Wiener Großhandels- und Bankhaus H. Biedermann´s Söhne ein, das mit dem Bank- und Wechselhaus von S. M. v. Rothschild assoziiert war, und erhielt bald die Prokura. Auf einer seiner zahlreichen Reisen durch Europa, die er auch ausführlich in seinen Tagebüchern beschrieb, lernte Sichrovsky 1831 in England die dampfgetriebene Eisenbahn und deren Vorteile gegenüber dem Pferdezug kennen. Für den Entwurf des ersten Organisationsstatuts der ältesten Lokomotiveisenbahn in Österreich klärte er gemeinsam mit Franz Xaver Riepl die wirtschaftlichen Aspekte und die technisch-administrativen Voraussetzungen und publizierte 1834 ein diesbezügliches „Promemoria über die Anlage, Unterhaltungskosten und Frachtquantum“. Nachdem Rothschild nach anfänglicher heftiger Gegnerschaft nicht zuletzt von Seiten Kaiser Franz des I. von dessen Nachfolger Ferdinand 1836 das Privilegium zum Bau der ersten Lokomotivbahn in Österreich auf der Strecke zwischen Wien und den Salzbergwerken von Bochnia (Galizien) mit Erlaubnis einer Aktiengesellschaft zur Finanzierung erhalten hatte, wurde Sichrovsky erster Generalsekretär der als „k. k. ausschl. priv. Kaiser Ferdinands-Nordbahn“ bezeichneten Linie, die ab 1837 mit der engl. Lokomotive „Austria“ zwischen Floridsdorf (Wien 21) und Dt. Wagram (NÖ) befahren werden konnte. Sichrovsky suchte 1844 erfolglos um eine Konzession für eine „atmosphärische Eisenbahn“ an, die teils einer Hochbahn, teils bis in Einzelheiten der späteren Wr. Stadtbahn nach Hütteldorf entsprach; gleichfalls keine Genehmigung erhielt er 1845 zur Gründung einer „Anglo-Austrian Railway-Company“ als gem. Aktiengesellschaft oder 1855 für die geplante Westbahn von Stockerau durch das Donautal über Linz nach Salzburg. 1864 in die Dion. der Nordbahn gewählt, war Sichrovsky ein unerbittlicher Gegner der Staatseisenbahn-Gesellschaft (Konzessionsstreit). Politisch konservativ, erhielt Sichrovsky 1850 als einer der ersten Juden das Wiener Bürgerrecht, wurde 1866 nuch kurz vor seinem Tod mit dem Orden der Eisernen Krone III. Kl. ausgezeichnet und geadelt. Im Rahmen der israelitischen Gemeinde Wiens galt Sichrovsky als Reformer, war bereits ab 1819 Leiter verschiedener sozialer Einrichtungen (u. a. Chewra Kadischa, Gemulath chesed-Ver.), 1825 im Ausschuß für den Bau und ab 1830 Vorsteher des Bethauses in der Seitenstettengasse (Wien 1); in der Folge war er einer der Hauptgründer des Großen Tempels in der Leopoldstadt (Wien 2). Ab 1838 Sekretär und 1843–60 Vertreter des Vorstandes der jüdischen Gemeinde, sorgte Sichrovsky neben der Förderung des Schulunterrichts und Gründung des israelitischen Handwerkervereins für Reformen und richtete 1848 eine Petition „um vollständige Gleichstellung aller Glaubensbekenntnisse“ an die Krone. Auch am geselligen Leben nahm Sichrovsky, der mit Vorliebe in Künstlerkreisen verkehrte, regen Anteil; so beteiligte er sich u. a. 1816 an der Gründung der literarisch-geselligen Wiener Künstlergesesllschaft „Ludlamshöhle“ und war nach deren Aufhebung (1826) Mitglied ähnlicher Vereinigungen, z. B. der 1855 gegründeten „Grünen Insel“. Sichrovsky betätigte sich als Dichter von Oden und Balladen, humoristischen Traktaten, satirischen Epigrammen und als Vortragender von Stegreifliedern. Er beteiligte sich auch an den Juxblättern seines Bruders mit Beiträgen (u. a. „Dummologie“, 1826). Seine Tochter Elise (geb. Wien, 12. 9. 1848; gest. ebd., 15. 3. 1929), ab 1869 mit Theodor Gomperz vereheiratet, war Förderin sowie Patientin von Sigmund Freud, mit dem sie einen jahrelangen Briefwechsel führte. Seine jüngere Tochter Sophie (geb. Wien, 1851; gest. ebd., 9. 5. 1910) heiratete 1883 den Berliner Chemiker Hans Jahn, einen Großneffen des „Turnvaters“ Friedrich Ludwig Jahn. Heinrich von Sichrovsky starb am 10. Juli 1866 in Baden bei Wien. Zu seinem fünfzigsten Geburtstag 1844 hatte Sichrovsky von seinen Mitarbeitern ein silbernes Lokomotivmodell geschenkt, das später im Hause seines Schwiegersohns Theodor Gomperz als Blickfang thronte und schließlich an seinen Enkel Rudolf Gomperz vererbt wurde, der als Ingenieur zunächst bei der Bagdad Bahn arbeitete und dann in St. Anton am Arlberg zum Pinonier des modernen Skitourismus werden sollte. Als Gomperz 1942 deportiert wurde, blieb das Modell in St. Anton zurück und verschwand - um erst 2015 wieder auf einem Dachboden aufzutauchen.

    Notizen:

    Quellen:
    Österreichisches Biographisches Lexikon:
    http://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_S/Sichrovsky_Heinrich-Joachim_1794_1866.xml (3.1.2017);
    https://www.geni.com/people/Heinrich-von-Sichrovsky/6000000007383450299#/tab/overview (3.1.2017);
    Harry Sichrovsky: Mein Urahn - Der Bahnbrecher. Heinrich Sichrovsky und seine Zeit. Wien: Braumüller, 1988;

    Heinrich — Babette (Betty) Cohn. Babette wurde geboren 13 Feb 1821, Wien, Wien, Österreich; gestorben 2 Feb 1878, Wien, Wien, Österreich. [Familienblatt]


  4. 11.  Babette (Betty) Cohn wurde geboren 13 Feb 1821, Wien, Wien, Österreich; gestorben 2 Feb 1878, Wien, Wien, Österreich.

    Notizen:

    Quellen:
    http://hw.oeaw.ac.at/oebl/oebl_S/Sichrovsky_Heinrich-Joachim_1794_1866.xml (2.2.2016)

    Kinder:
    1. 5. Elise von Sichrovsky wurde geboren 01 Jan 1848; gestorben Mrz 1929; wurde bestattet 20 Mrz 1929, Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich.
    2. Sophie von Sichrovsky wurde geboren 3 Feb 1851, Wien, Wien, Österreich; gestorben 9 Mai 1910, Wien, Wien, Österreich; wurde bestattet 12 Mai 1910, Döblinger Friedhof, Wien, Wien, Österreich.
    3. Samuel Ritter von Sichrovsky wurde geboren 1821; gestorben Jun 1893.


Generation: 5

  1. 16.  Leopold Loeb Benedict Gomperz (Sohn von Elias Benedikt Gomperz und Mirjam Anna Wertheimer); gestorben 4 Dez 1811, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien.

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (29.5.2016)

    Geburt:
    Jehuda Loeb ben Baruch Neumegen

    Leopold — Gittel Mendel Leidersdorf. Gittel gestorben 1820. [Familienblatt]


  2. 17.  Gittel Mendel Leidersdorf gestorben 1820.

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (29.5.2016)

    Kinder:
    1. 8. Philipp Josua Feibelmann Gomperz wurde geboren 1782, Wien, Wien, Österreich ?; gestorben 1857.

  3. 18.  Lazar Auspitz wurde geboren 1772, Mikulov (Nikolsburg), (Mähren), Tschechien; gestorben 11 Jan 1853, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien.

    Weitere Ereignisse:

    • Occupation/Beruf: Kaufmann (Wolle)
    • Occupation/Beruf: Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien; Textilfabrikant

    Lazar — Anna Marianne Mathilde (Rosa) Weinberger. Anna wurde geboren um 1775; gestorben 8 Okt 1843, Bzenec, Hodonín, Tschechien. [Familienblatt]


  4. 19.  Anna Marianne Mathilde (Rosa) Weinberger wurde geboren um 1775; gestorben 8 Okt 1843, Bzenec, Hodonín, Tschechien.

    Notizen:

    Quellen:
    http://www.geni.com/people/Anna-Auspitz/6000000002765642966?through=6000000002802362632 (6.2.2016)

    Kinder:
    1. 9. Henriette Auspitz wurde geboren um Dez 1792; gestorben 30 Apr 1881, Wien, Wien, Österreich; wurde bestattet Jüdischer Friedhof, Nezamyslova 27, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien.

  5. 20.  Moses Sichrovsky wurde geboren 9 Nov 1762; gestorben 17 Jul 1822.

    Moses — Elisabeth Braindl Kuh. Elisabeth (Tochter von Löbl Kuh) wurde geboren 8 Jan 1767, Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien; gestorben 13 Nov 1838, Wien, Wien, Österreich. [Familienblatt]


  6. 21.  Elisabeth Braindl Kuh wurde geboren 8 Jan 1767, Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien (Tochter von Löbl Kuh); gestorben 13 Nov 1838, Wien, Wien, Österreich.

    Notizen:

    Quellen:
    http://www.geni.com/people/Elisabeth-Breindl-Kuh/6000000010553086274?through=6000000010553086278 (2.2.2016)

    Kinder:
    1. 10. Heinrich Joachim Ritter von Sichrovsky wurde geboren 12 Jun 1794, Wien, Wien, Österreich; gestorben 10 Jul 1866, Baden, Niederösterreich, Österreich; wurde bestattet Währinger Friedhof, Schrottenbachgasse, Wien, Wien, Österreich.
    2. Antonia (Antonie) Sichrovsky wurde geboren 13 Feb 1805, Wien, Wien, Österreich; gestorben 5 Feb 1889, Wien, Wien, Österreich; wurde bestattet Zentralfriedhof, Wien, Wien, Österreich.


Generation: 6

  1. 32.  Elias Benedikt Gomperz wurde geboren um 1717, Nijmegen, Gelderland, Niederlande (Sohn von Benedictus Levy Löb Gomperz und Judith Gittel Rheinganum); gestorben 11 Jun 1755, Nové Mesto nad Váhom (Waag-Neustadtl), Trenciansky kraj, Slowakei.

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (29.5.2016)

    Gestorben:
    ermordet

    Elias — Mirjam Anna Wertheimer. Mirjam wurde geboren 1724; gestorben 7 Mai 1776, Wien, Wien, Österreich. [Familienblatt]


  2. 33.  Mirjam Anna Wertheimer wurde geboren 1724; gestorben 7 Mai 1776, Wien, Wien, Österreich.

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (29.5.2016)

    Kinder:
    1. Joshua Feibelmann Phillip Neumegen Mor Gomperz wurde geboren 1751, Nijmegen, Gelderland, Niederlande; gestorben 7 Sep 1804.
    2. Meijer Gomperz gestorben 11 Jun 1825, Bratislava (Preßburg), Bratislavský kraj, Slowakei.
    3. Benedikt Neumegen Gomperz wurde geboren um 1753, Nijmegen, Gelderland, Niederlande; gestorben 11 Jun 1825, Bratislava (Preßburg), Bratislavský kraj, Slowakei.
    4. 16. Leopold Loeb Benedict Gomperz gestorben 4 Dez 1811, Brno (Brünn), Jihomoravský kraj (Mähren), Tschechien.

  3. 42.  Löbl Kuh

    Notizen:

    Quellen:
    http://www.geni.com/people/L%C3%B6bl-Kuh/6000000010552608198?through=6000000010553086274 (2.2.2016)

    Kinder:
    1. 21. Elisabeth Braindl Kuh wurde geboren 8 Jan 1767, Praha (Prag), Hlavní mesto Praha, Tschechien; gestorben 13 Nov 1838, Wien, Wien, Österreich.


Generation: 7

  1. 64.  Benedictus Levy Löb Gomperz wurde geboren um 1675, Kleve, Nordrhein-Westfalen, Deutschland (Sohn von Juda Löb (Levin) Gomperz und Bella Gomperz); gestorben 29 Apr 1754, Nijmegen, Gelderland, Niederlande.

    Weitere Ereignisse:

    • Occupation/Beruf: Bankier und Militäranwalt

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (29.5.2016)

    Name:
    Bendix Elias Neumegen

    Benedictus heiratete Judith Gittel Rheinganum nach 1708. [Familienblatt]


  2. 65.  Judith Gittel Rheinganum

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (29.5.2016)

    Kinder:
    1. 32. Elias Benedikt Gomperz wurde geboren um 1717, Nijmegen, Gelderland, Niederlande; gestorben 11 Jun 1755, Nové Mesto nad Váhom (Waag-Neustadtl), Trenciansky kraj, Slowakei.
    2. Susanna Benedict (Gomperz) wurde geboren um 1715, Nijmegen, Gelderland, Niederlande; gestorben 29 Aug 1774, Amersfoort, Niederlande.
    3. Philipp Josua Feiwelmann (Gomperz) gestorben 16 Aug 1738.
    4. Maria Gude Benedictus Gomperz wurde geboren Nijmegen, Gelderland, Niederlande; gestorben vor 1755.


Generation: 8

  1. 128.  Juda Löb (Levin) Gomperz wurde geboren 1656 (Sohn von Elieser Josua Feibelman Gomperz und Jutta Oppenheimer); gestorben 24 Sep 1728, Kleve, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (30.5.2016)

    Gestorben:
    ?

    Juda — Bella Gomperz. Bella gestorben 1720. [Familienblatt]


  2. 129.  Bella Gomperz gestorben 1720.

    Notizen:

    Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Gomperz_%28Familie%29 (30.5.2016)

    Kinder:
    1. 64. Benedictus Levy Löb Gomperz wurde geboren um 1675, Kleve, Nordrhein-Westfalen, Deutschland; gestorben 29 Apr 1754, Nijmegen, Gelderland, Niederlande.
    2. Mordechai Gumpel Gomperz wurde geboren um 1675, Kleve, Nordrhein-Westfalen, Deutschland; gestorben 1740, Kleve, Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
    3. Salomon Levi Gomperz wurde geboren um 1677, Kleve, Nordrhein-Westfalen, Deutschland; gestorben 5 Sep 1734, Ansbach, Bayern, Deutschland.